Mittwoch, 17. September 2008

Als Herbert K. eines Morgens erwachte ...

Als Herbert K. eines Morgens erwachte, spürte er ein leichtes Unwohlsein. In seiner Bauchgegend schmerzte es ein wenig. Seine Pyjamahose fühlte sich klebrig-nass an. Seine Hand rutschte nach unten und als er sie zurückzog, war sie mit Blut befleckt. Waren seine Hämorrhoiden geplatzt? Unsicher schob er seine Hand nochmals unter die Decke. Er erschrak aufs Heftigste, als er sie über sein Geschlecht führen wollte, denn da war keine Erhebung mehr spürbar. Blitzartig riss er die Decke von sich. Er erblickte einen roten Fleck auf seinem Leintuch, was aber noch viel beunruhigender war: Sein Schnideldiwutz hinterliess in seiner Pyjamahose tatsächlich keine Ausbuchtung! Hergottnochmal, was war hier los? Er entledigte sich seiner Hose und statt seines Elefantenrüssels entdeckte er eine Muschel zwischen seinen Beinen, die blutverschmiert war. Er glaubte zu träumen. Als er an sich heruntersah, fielen ihm die Wölbungen in seinem Oberteil auf. Er tastete sie ab. Das durfte nicht wahr sein! Die Wölbungen fühlten sich an wie die Brüste seiner Freundin. Er riss sein Oberteil von seinem Leib und wollte es nicht wahrhaben: Tatsächlich hingen an seiner Brust Titten, die sich dem Gesetz der Schwerkraft beugten. Er stellte sich voller böser Vorahnungen vor den Spiegel. Was er erblickte, liess ihn erstarren. Ein wohlgeformter weiblicher Körper zeigte sich ihm. Das Gesicht kannte er nicht, aber als er ein gequältes Grinsen aufsetze, reagierte das Gesicht gegenüber im Gleichsinn.
Er hob sein linkes Bein und das Gegenüber machte es ihm nach. Er hob sein rechtes Bein, nicht anders sein Gegenüber. Er schwippte mit den Fingern, ebenso das Spiegelbild.
Herbert schwante Schlimmstes. Verwzeifelt stürzte er sich ins Badezimmer vor den Spiegel. Doch auch dieser Spiegel zeigte ihm kein anderes Bild. Er setzte sich erschöpft auf die Klobrille. Wie ein Häufchen Elened sass er da, sein Kopf vibrierte, seine Gedanken fuhren Achterbahn. Als er aufstand und ins Klo blickte, war dieses voller Blut. Blut, Blut, Blut hämmerte es in seinem Kopf. Blut, du blutest, Blut, es blutet, Blut, du willst Blut, Blut, du siehst nur noch Blut. Er torkelte ans Fenster seines Wohnzimmers, riss dieses auf, sah in die Tiefe, ihm schwindelte nicht, sondern es ergriff ihn ein Gefühl der Erleichterung, wie im Sog zog es ihn auf das Sims, wie im Sog zog es ihn nach unten. Und während er durch die Luft zu schweben schien, hörte das Klopfen auf, vergass er die schrecklichen Gedanken, alles kam ihm nur noch wie ein böser Traum vor.
Und als er auf dem Boden aufschlug, nahm er schon nichts mehr wahr. Er lag da, zerschmettert auf dem Asphalt, in einer grossen Lache Blut.

2 Kommentare:

Homer Simpson hat gesagt…

krasse gechichte !!!

Sam Büsser hat gesagt…

Grüezi Herr Loser

Die Gschicht isch voll brutal! Aber spannend
Lg Sam